Kurzchronik der DJK Neuweiler e.V.

„Auf Einladung des katholischen Pfarramtes in Sulzbach-Neuweiler fanden sich am 31. Mai 1964 um 11.00 Uhr ca. 70 Personen im katholischen Jugendheim zu Neuweiler zusammen.“

So beginnt das Gründungsprotokoll der DJK Neuweiler. Die DJK Neuweiler war geboren. Die Geburt fand in Neuweiler und Umgebung ein beachtliches Echo. Ein Echo, das geprägt war von Zustimmung und Ermunterung, aber auch von Kritik. Es war von einem totgeborenen Kind die Rede und von fehlenden Entwicklungschancen für einen weiteren Sportverein. Die DJK Neuweiler konnte sich im Konzert von vielen Neuweiler Vereinen mehr als 60 Jahre behaupten und steht aktuell an einem Scheideweg. Gelingt es, die Tugenden der DJK wieder mehr hervortreten zu lassen, kann es eine Zukunft geben, ansonsten eher nicht.

Jede Entwicklung eines Vereines ist so gut wie die Personen und Persönlichkeiten, die sich um die Geschicke des Vereins bemühen. Es können zwar nicht alle Namen wichtiger DJK-ler genannt werden, aber einige Namen ragen heraus. Zunächst ist hier der frühere Pastor aus Neuweiler und spätere Regionaldekan Albert André zu nennen. Seiner großen Beliebtheit und seinem großen Engagement war es zu verdanken, dass eine ganze Reihe von ausgezeichneten Persönlichkeiten sich für die Gründung und Weiterentwicklung des Vereines bereitfand. Er sorgte auch dafür, dass die DJK gerade in den ersten Jahren des Bestehens einen rasanten Aufstieg erlebte. Ende der 60er Jahre war die DJK Neuweiler der Verein mit den meisten Jugendmannschaften im Saarland.

Eine weitere Persönlichkeit, die den Verein geprägt hat, war Josef Michels, der von 1964 – 1969 als zweiter Vorsitzender und danach von 1969 – 1993 als Präsident des Vereins tätig war. Wichtig für die Entwicklung des Vereins war auch das engagierte Wirken des langjährigen 1. Vorsitzenden Guido Perey, der ursprünglich aus der Tischtennis-Abteilung kam und dann für einen Aufschwung bei der DJK sorgen konnte.

In der Entwicklung eines Vereins gibt es immer Meilensteine, die hervorragen. Ein Meilenstein war der Aufbau von zwei funktionierenden Mannschaften aus dem Fundus der früheren Jugendmannschaften der DJK Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre durch den damaligen Abteilungsleiter Paul Geibel. Verschiedene Versuche den Aufstieg in die A-Klasse zu schaffen, scheiterten damals, teilweise sehr knapp. Mit der Verpflichtung des ehemaligen Bundesliga-Profis Gerhard Steffen konnte in dessen zweitem Jahr der Tätigkeit der Durchbruch geschafft werden. Die Meistermannschaft aus dem Jahr 1988 hätte dabei durchaus das Zeug zu einem nochmaligen weiteren Aufstieg gehabt, doch ein paar wichtige Leistungsträger verließen den Verein und im folgenden Jahr belegte man daher „nur“ den undankbaren 3. Platz in der A-Klasse.

In den Jahren 2001/2002 konnte aufgrund des Engagements des damaligen Abteilungsleiters Alfred Termer nach einigen vergeblichen Versuchen mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse der bislang größte Erfolg der Fußballer gefeiert werden. Mit entscheidend dafür war der eingespielte gute bisherige Kader mit z.B. Torwart Norbert Huber, den Gebrüdern Matheis, Axel Huppert, Herbert Ensch, Günter Warken und die im Sulzbachtal aufsehenerregende Verpflichtung der Gebrüder Günter (als Spielertrainer) und Dieter Staub sowie einiger sehr guter weiterer Spieler wie z.B. Thomas Rauch und Ralf Krüger. In den darauf folgenden Jahren konnte jedoch dieser gute Kader des Aufstiegsjahres nicht gehalten werden und es kam zu vielen personellen Umbrüchen, die nach der Änderung der Spielklassen die weitere Qualifikation zur Bezirksliga verhinderten.

In den folgenden Jahren belegte die Mannschaft zwar fast immer gute Tabellenplätze, ohne jedoch entscheidend um die Meisterschaft mitspielen zu können.

In der Saison 2022/23 konnte nach schwachem Start mit 3 Niederlagen in Folge doch noch die Meisterschaft errungen werden. Ausschlaggebend dafür war eine Siegesserie unter dem am 16.08.2022 verpflichteten Trainer Bernd Ursprung in der Vorrunde, wo 10 Spiele in Folge gewonnen werden konnten. Am Ende der Saison wurde das entscheidende Spiel beim direkten Konkurrenten mit 2:1 gewonnen und die Mannschaft ließ sich den Erfolg in den verbleibenden beiden Spielen nicht mehr nehmen. So konnte nach 2001/02 wieder ein Aufstieg in die Bezirksliga Saarbrücken gefeiert werden.

Ein weiterer Meilenstein im Weg des Vereins war der Bau eines eigenen Clubheims in den Jahren 2003 und 2004. Treibende Kraft war dabei der damalige 1. Vorsitzende Edwin Bickelmann, der seine Freizeit in der Bauphase weitgehend an der Baustelle in Neuweiler verbrachte. Zu erwähnen ist auch die große Unterstützung durch Norbert Huber bei den Bauarbeiten und die organisatorische Hilfe von Wolfgang Kuntz. Im Jahr 2004 konnte das Clubheim eröffnet werden, ohne dass der Verein sich verschulden musste. Dies war auch der Verdienst der damaligen Kassiererin Bettina Huber, die zu diesem Zweck immer Rücklagen gebildet hatte.

Ein weiterer Meilenstein war die Errichtung des Kunstrasenplatzes im Jahr 2011. Vom lockeren Büffetgespräch im Clubheim des FC Neuweiler anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des FC Neuweiler bis zur Fertigstellung dauerte es nicht einmal 3 Monate. Dies war nur mit Hilfe der Unterstützung der damaligen Landesregierung, der Stadt Sulzbach und aufgrund der guten Zusammenarbeit der beiden Vereine FC und DJK Neuweiler möglich. Organisator des Projektes auf DJK-Seite war seinerzeit Arthur Hoppstädter. Die vielfältigen Förderungen der öffentlichen Stellen waren jedoch nur gewährt worden, weil das Projekt der Zusammenarbeit von zwei Vereinen bis dahin saarlandweit beispiellos gewesen war.

Es folgten in den darauf folgenden Jahren weitere wichtige Arbeiten bezüglich der Pflasterung der Zuwegungen und des Parkplatzes an den Clubheimen, das Aufstellen von Garagen und Containern, was insgesamt sehr zu einer Verbesserung der Funktionalitäten und des Bildes der Sportanlagen beigetragen hat.

Meister 1967/1968: v.l.n.r. oben: Trainer Georg, D. Petzel, Jürgen Spreier, Arthur Schäfer, Kurt Barth, Irving Schemmel, Hans-Josef Perey, Betreuer Willi Müller, Abt.-Leiter Albert Schemmel, unten: Alfons Merl, Werner Ensch, Stefan Lentes, Rainer Latz, Christian Links, Willi Frey
Meister 1987/1988: v.l.n.r. oben Manfred Ruf (Vorstandsmitglied), Paul Geibel (Abt.-Leiter), Helmut Schwan (2. Vorsitzender), Uwe Donauer, Joachim Schmelzer, Thomas Müller, Wolfgang Kuntz, Dietmar Nieser, Günter Huppert, Guido Perey (1. Vorsitzender), Gerhard Steffen (Spielertrainer), Bernd Fink, unten: Stefan Müller, Toni Thome, Joe Sträßer, Markus Schwan, Eric Fixemer, Jörg Loth, Kurt Breug, Sahbi Salem, Volker Donauer (Masseur)
Meister 1987/1988: v.l.n.r. oben Manfred Ruf (Vorstandsmitglied), Paul Geibel (Abt.-Leiter), Helmut Schwan (2. Vorsitzender), Uwe Donauer, Joachim Schmelzer, Thomas Müller, Wolfgang Kuntz, Dietmar Nieser, Günter Huppert, Guido Perey (1. Vorsitzender), Gerhard Steffen (Spielertrainer), Bernd Fink, unten: Stefan Müller, Toni Thome, Joe Sträßer, Markus Schwan, Eric Fixemer, Jörg Loth, Kurt Breug, Sahbi Salem, Volker Donauer (Masseur)
Meister 2001/2002: v.l.n.r. oben: Günter Staub (Spielertrainer), Edwin Bickelmann (1. Vorsitzender), Herbert Ensch, Frank Holzhauser, Axel Huppert, Frank Schmelzer, Thomas Rauch, Ralf Krüger, Wolfgang Kuntz (Geschäftsführer), Achim Kuhn (Betreuer), Alfred Termer (Abt.-Leiter), unten: Ömer Tatar, Günter Warken, Thomas Matheis, Helmut Laufer, Robert Prüm, Norbert Huber, Dirk Strotz, Jörg Matheis, Andreas Matheis, Dieter Staub
Meister 2022/2023: v.l.n.r. oben: Yves Nganwoua, Joel Tchuitcha Youmen, Massimo Ruggeri, Manuel Wolf, Vito Goudiaby, Steffen Lambert, Omran Alkhalil, Max Jung, Trainer Bernd Ursprung, unten: Tobias Lasch (Kapitän), Youssef Founani, Freddy Klein, Behar Kurteshi, Pascal Lasch, Kai Ecker, es fehlen: Fabrice Tchouguen, Faruk Yilmaz, Pascal Frank, Mike Damm, Blejonard Berisha, Rachid Ouaziz, Kalle Weller, Mamadou Diallo, Armand Nganou, Loic Djoumetio Dongmo, Loic Ouembe, Matiu Stamatov